Zur Zeit der Reformation verfügte Spiesheim über eine dem heiligen Stephanus geweihte Pfarrkirche, die der reformierten Gemeinde bis 1706 als Gotteshaus diente. Infolge der Pfälzer Kirchenteilung verlor die Gemeinde ihre Kirche und erwarb eine Scheune „Auf dem Liding“, die anschließend für Gottesdienste genutzt wurde. Erste Pläne für einen Kirchenneubau entstanden 1788, ein Jahr später begann man mit dem Fundamentbau. Finanzielle Engpässe, französische Besatzung, zwei Kriege sowie die Eingliederung Rheinhessens in das Großherzogtum Hessen-Darmstadt verzögerten den Bau jedoch über mehrere Jahrzehnte. Erst im Frühjahr 1844 wurde der Weiterbau unter der Leitung des Alzeyer Kreisbaumeisters Rhumbler aufgenommen. Die Einweihung der Kirche erfolgte am 4. Januar 1846 durch den rheinhessischen Superintendenten Nonweiler.
Besichtigung: Nach vorheriger Absprache möglich.


